Die meisten Weblogs sind es nicht Wert gelesen zu werden. Das liegt nicht am Katzen-Content. Das liegt am Genre. Das Genre des Weblogs ist der Hinweis. Insofern ist der Blog mit dem Strassenschild oder dem Werbeplakat eher verwandt als mit der Zeitung oder dem Tagebuch. Ich will mich hier auch gar nicht über Andere stellen. Auch sum1 frönt dem “guck mal da”-Prinzip der Blogosphäre. Es gibt nur kleine Abweichungen. Manche Blogs belassen es beim Guck-Mal-Da. Andere benutzen eher das Guckmalda-Igitt Modell. Wiederum andere Weblogs verwenden das Guckmalda- ist es nicht blablabla?-Modell. Wiederum andere sagen eher Guckmichan, mein Blablabla. Die Inhalte sind austauschbar, mal sind es Katzen, mal politische Ansichten, mal Nerdigkeiten. Konsequenzen haben sie vor Allem eine: Weniger Zeit fürs nonvirtuelle Leben.
Ich habe also eine Art mit den meisten Blogs umzugehen: Überfliegen. Nach dem Eye-Catcher-Prinzip. Mal sehen wo ich hängenbleibe. Das erwarte ich auch von meinen Lesern ähemm, Besuchern (vielleicht sind ein Paar Besucherinnen dabei). Deswegen beginnt ein fast jeder Beitrag bei sum1 mit einem Eye Catcher. Das gehört sich so für einen Möchtegern-Adbuster.
Warum ich das hier so ausbreite? Nun, der heroische sum1-Leser soll mit echten Lesestoff belohnt werden: Einem wirklich lesbaren Blog, geradezu einem Journal. Treffenderweise ist dieser dann auch bei Livejournal gehostet: tropige trauben.
tropige trauben hat mich dazu gebracht zu fortgeschrittener Zeit und bei pulsierendem Kopfschmerz noch eine Dosis Lesevergnügen am Laptop hinzuzufügen. Respekt dafür. Dabei war es ein langer Beitrag. tropige trauben bringt es fertig lauter solche Beiträge zu bringen. Das erinnert mich an einen Begriff, Feuilleton. tropige trauben ist das Feuilleton der Blogosphäre.
Hat wirklich irgendwer bis hierher gelesen? Das glaube ich nicht.